Fotografie

Wenn alte Männer die Realität verbiegen!

Zerstörung kommt von innen, das zeigt mir mein Körper ja gerade und die Ärzte können nichts machen, weil die Medizin noch nicht so weit ist. Das muss ich so hinnehmen, wie andere Betroffene auch. Die meisten schaffen es auch und leben so gut es geht weiter.

Es gibt aber Bereiche in denen man etwas machen könnte gegen eine Zersetzung, Zerstörung von innen.

Worauf will ich hinaus? Ich war lange Zeit Mitglied in einer sogenannten Fotocommunity, in der es hauptsächlich darum ging Bilder zu “verschenken”, anderen Nutzern frei zu Verfügung zu stellen. Man lädt dort Bilder hoch, wartet ob sie aufgenommen werden oder nicht und kann wenn man will über Bilder diskutieren. Wenn, ja wenn da nicht eine “Schönredediktatur” herrschen würde. Buddytum ist ja nichts Neues in der Forenwelt und wird überall mehr oder weniger gepflegt. Man kann sich daran beteiligen oder es ignorieren. Beim Ignorieren fällt man in der Regel weniger auf, die eigenen Werke werden weniger beachtet, aber damit kann man ja leben.

Ganz anders bei der Plattform über die ich schreibe, Buddytum wird eingefordert mit heimlichen Listen wen neue User als Freund haben dürfen, wen sie gut bewerten sollten und wen schlecht. Wäre ja auch nicht weiter schlimm, wenn da nicht Druck hinter stehen würde, mach mit oder du wirst schlecht bewertet und wer will schon schlecht bewertet werden? Was die Sache delikat macht? Es sind nicht x-beliebige User, nein, führend ein Moderator (im Moment Ex-Moderator), der sich für dieses Spiel auch noch unsichere Menschen aussucht. Im letzten Fall, werden sie dann auch noch mit Gedichten (keine eigenen, sondern kopierten) und süßen Worten in den Bann gezogen und eingenordet.

Sollten gute Fotografen aufschlagen,  z.B. aus dem Bereich Peoplefotografie und diese auch noch eine eigenen Meinung haben, nicht verbiegbar sein kommt Kritik von einem Dreigestirn auf dem untersten Niveau. Zu klein für die Plattform (Geschenkter Gaul?), die Tochter des einen will die Originale, da sie bei einer Agentur arbeitet und das besser beurteilen kann (wieso beurteilt er dann?), es wird sofort nach MRV gefragt, denn gute Fotografen sind ja doof!

Wäre auch alles nicht so schlimm, wenn dieses Dreigestirn wenigsten mit der Kamera umgehen könnte und dadurch positiv auffallen würde, aber dann müssten sie ja auch keinen Druck machen und für ihre Werke gute Noten einfordern.

Es ist klar was passiert, entweder ordnet man sich dem Druck unter oder man gibt auf. Manche die die Fotografie für sich entdeckt hatten um sich kreativ auszudrücken sind so in die Ecke gedrängt worden, dass sie aufgegeben haben, sich nicht mehr trauen Fotos einzustellen oder eine eigene Meinung zu haben, weil sie zu lange verbogen wurde.

Gefragt sind jetzt die Betreiber und Admins der Seite um die Zersetzung von innen zu stoppen oder aber…

Wege und Begleiter

Manchmal erwarten “Verfolger” ja das man etwas schreibt, etwas preisgibt über sich und seine “Arbeit” in der Fotografie, wobei ich die Fotografie nicht als Arbeit ansehe. Sie ist für mich ein Geschichtsbuch, das immer etwas über mich erzählt, über meine  Gedanken, meine Gefühlswelt, Sonniges, Heiteres, Verbundenes, aber bedingt durch eine fortschreitende Krankeit auch Ungewissheit, Angst vor der Zukunft, und dem Hoffen das sie noch ein paar Jahre dauert.

Etwas Sonniges, das Kraft gibt ist Zoe oder Puschel wie ich sie rufe, die mich mit ihren 20 Monaten “Appa” nennt, obwohl ich gar nicht ihr richtiger Opa bin, nur ein Plugin in der Familie, der Mann der richtigen Oma, was der Kleinen aber ganz egal ist, sie hat mich adoptiert, als “Ihren Appa”.

Sie mausert sich zu meinem Lieblingsmotiv und hilft dabei immer wieder aufzustehen und zu kämpfen, weiter zu machen, weiter zu gehen. In ihrem Wachsen Leben erleben, Neugier erleben, alles das was wir vielleicht als Kleinkind auch mal erlebt haben, mit den Augen des Älteren noch mal mitmachen. Erfreuen an der Freude des Kleinen Mädchen, die die Welt für sich entdeckt, alle um sich herum ansteckt mit ihrer guten Laune. Es würde mich freuen, wenn ich ihr Leben noch eine ganze Weile begleiten kann. Auf Google+ findet man mehr Bilder von ihr, die mir immer wieder zeigen, wie reich einen Kinder machen.

Trotz diesem Licht gibt es auch andere Momente, eine andere Realität die noch da ist, die der Ungewißheit, aus der dann andere Bilder entstehen so wie dieses:

Es ist ein Blick zurück zum Tag der Geburt, mit einem Blick auf den Weg den man gegangen ist und dem, den man noch vor sich hat.  Das Leben beginnt gerade eben, die Poller sind ein vorgezeichneter Weg der möglich ist. Doch ein Abweichen von diesem Weg ist möglich, auf der einen Seite Hindernisse auf der anderen Seite das “Nichts”, das vorzeitige Ende, das Untergehen. Am Anfang des Weges sind nur verschwommene Erinnerungen, die aber klarer werden, Freundschaften (die Jungs), das Erwachsen werden, Räumliche Trennung von der Familie (die Frau auf derren Rücken wir schauen). Hineinknien in die Arbeit, damit wir die obere Ebene erreichen und nicht unten, wo es bei Stürmen gefährlich ist, bleiben.

Dann ist da noch die rechte Seite aufgefallen, die Linien führen von der Mitte nach rechts Oben, was wir ja als positiv sehen, aber sie führen in etwas Verschwommenes, Dunkles, ungewisses. Wir vermeiden es, dort hin zu schauen, obwohl uns dies Ecke da ganze Leben begleitet.

Wo ich stehe? Ich weiß es nicht und wo steht ihr?

Solche Bilder entstehen spontan, aus der Situation heraus. Der Schlüsselreiz war der Mann der in der Hocke Fotos macht. Er ist mir aufgefallen, weil ich das nicht mehr kann. Alles drum herum passte für eine kleinen Film im Kopf, festgehalten in einem Bild.

Micha

Was bleibt ist die Hoffnung, aber auf was?

Ich war die letzten Tage auf diesem Fotoblog ja etwas HSV lastig, was wohl verständlich ist wenn der Blogauthor HSV-Fan ist. Aber was jetzt in Japan passiert, schiebt den HSV in den Hintergrund. Ich sitze ja viel am PC, meistens um Fotos zu begutachten, eigene zu barbeiten und noch mehr über die Fotografie zu erfahren. Heute morgen sitzt mein Enkelkind (17 Monate) bei mir, weil sie auch gerne Bilder anschaut. Sie sitzt da und strahlt mich an, Lebensfreude pur und nebenbei sehe ich im kleinen Fenster des Japantickers, wie solch kleine Geschöpfe weggetragen werden, die Augen für immer geschlossen. Nicht eins, sondern viele. Das Leben beendet bevor es überhaupt angefangen hat.

 

Zukunft

Zukunft

Ein Wochenende mit vielen, zu vielen Hiobsbotschaften, ein Wochenende, dass wohl jedem zeigt, wie angreifbar wir Menschen doch sind. Jetzt wird wohl viel passieren, es wird Aufschreie geben, Atomkraftgegner haben zurecht eine neue Bühne bekommen. Vermutlich wird diese Bühne gut gefüllt werden, im TV, in Printmedien, im Internet.  Es wird dafür viel Energie verbraucht werden, Energie die produziert werden muss und je mehr wir verbrauchen um so mehr wird auch in den AKW produziert werden. Wenn wir jetzt aufschreien, müssen wir uns klar sein, dass wir alle mitmachen bei diesem Energieverbrauch mit der Elektronik die wir zu Hause haben und er Energie die von öffentlichen Versorgen geliefert wird. Ändern können wir das nur wenn alle dazu beitragen.

Diese Wochendende im März 2011 wird in die Geschichte eingehen und die Folgen werden noch lange zu spüren sein, auch wirtschaftlich. Unsere Welt ist eine andere geworden und die, die es ausbaden müssen sind unsere Kinder und Enkel, das kleine Mädchen, dass mich heute morgen noch ganz wertfrei angestrahlt hat.

Mit den Gedanken in Japan und mit der Hoffnung, dass dort nicht die letzte Hoffnung stirbt.

Micha

 

Alles neu auf www.Fotolehrling.de

Fotolehrlings Fototreff

Ich habe umgebaut, eine kleine Fotocommunity die maximal 50 aktive Fotografen und dazu Kommentierer haben soll. Die Beschränkung hat natürlich auch was mit dem Platz auf dem Server zu tun. Man muß ja nicht aufrüsten bevor es nicht nötig ist und ob es jemals nötig werden sollte wird die Zeit zeigen.

Informationen zu der neuen Seite

Fotografie ist ein Hobby für “Jedermann” geworden und viele dieser “Jedermänner” haben mit dem Kauf der Kamera das Wissen über die Fotografie mitgekauft. Sie melden sich auf Fotoportalen an und schreiben unter allen Bildern was sie alles anders gemacht hätten.

Übertrieben? Eigentlich nicht, denn so erlebe ich Fotoportale heute. In meiner Fantasie läuft dann ein kleiner Film ab, ich sehe Menschen die in einer Galerie Bilder ansehen, einen kurzen flüchtigen Blick auf die Werke werfen an den die Künstler lange gesessen haben und in denen sie ihre Seele öffnen. Diese Menschen in meinem Fantasiefilm schreiben auf die Wand neben, über und unter den Bildern mit fettem roten Stift, was sie über das Bild denken, oder nein, besser was sie alles anders gemacht hätten. Die Wände der Galerie sind voll von kurzen Sätzen in knalliger roter Farbe, sogar neben, über und unter dem Spiegel findet man Kommentare wie “Tolles Kleid”, “Die Augen sind mir zu unscharf” oder “in Schwarzweiß würde das sicher besser wirken”.

Eine komische Vorstellung? Ich finde sie nicht so abwegig wenn ich das Verhalten in Fotoforen sehe. Es geht heute nicht mehr um Aussage, es geht auch nicht mehr um das Bild als solches, sondern eher um das eigene Ego des Betrachters, dass man mit Besserwisserei aufwerten muss. Allerdings zieht sich dieses Verhalten durch alle Foren in denen diskutiert wird, egal ob es um Produkte, Bilder, Krankheiten, Filme oder sonst etwas geht. Die eigenen Befindlichkeiten sind wichtiger als das Diskussionsgut.

Hier möchte ich eine kleine Stille Ecke einrichten in der es anders ist, die es wieder erlaubt zu staunen und auch begeistert zu sein. Ich möchte das sich die Betrachter der Bilder mit den Bildern auseinander setzen, über das nachdenken was der Autor uns zeigen möchte, kurz gesagt, seht das Bild aus und mit den Augen des Autors und versucht seine Gedanken zu euren zu machen.

Was ich hier nicht dulden werde sind persönliche Angriffe. Man kann alles vernünftig regeln, man kann eigene Gedanken zu Werken anbringen, aber nicht zu Menschen die man nicht kennt. Wer meint hier Kleinkriege gegen andere User führen zu können, wird diese Plattform verlassen.

Anmeldung:

Bei der Anmeldung ist der reale Name mit anzugeben, Vor- und Zuname, diese werden auch jedem Mitglied gezeigt. Die gern genutzte Anonymität des Internets wird hier keinen Einzug halten. Wer hier mitmachen möchte steht mit seinem Namen dazu, wer das nicht möchte sollte auf die Anmeldung verzichten. Ich nehme mir auch die Freiheit die Daten der Benutzer bei Bedarf zu überprüfen. Sollten falsche Daten angegeben worden sein, werde ich den Zugang sperren.

Bildrechte:

Die Bildrechte an den hochgeladenen Bildern verbleiben natürlich im vollen Umfang bei dem Autor. Es dürfen nur Bilder hochgeladen werden, an denen der Autor alle Rechte innehat. Sollten Bilder auffallen, an denen der Einsteller keine Rechte hat (also z.B. irgendwo im Web geklaut), werde ich den Zugang des Benutzers sperren und den Eigner des Bildes über den “Diebstahl” informieren.

Texte:

Für eingestellte Texte gilt dasselbe wie für die Bilder, ausgenommen sind Texte, deren Nutzung mit Nennung der Quelle erlaubt ist. Sollten solche Texte genommen werden, ist die Quelle inkl. Verweis auf das Nutzungsrecht anzugeben.

Weiterverwendung von Bildern und Texten dieser Seite:

Alle Bilder und Texte, auch Forenbeiträge sind geistiges Eigentum des jeweiligen Einstellers und dürfen nicht ohne deren Genehmigung außerhalb dieses Portals verwendet werden, das gleiche gilt für die hier abgegebenen Kommentare unter den Bildern.

Anzahl der Benutzer:

Die Anzahl der aktiven Mitglieder (Fotografen-Accounts) ist auf maximal 50 festgelegt. Mehr User machen das Portal unübersichtlich. Bei Inaktivität von mehr als einem Monat (außer mit vorheriger Begründung) werde ich eine Erinnerungsmail versenden, mit der Frage ob noch Interesse besteht, wenn nicht, wird der User und alle seine Bilder gelöscht. Kommentare, Artikel und Forenbeiträge bleiben bestehen.

Nicht-Fotografen-Accounts:

Da es auch Menschen gibt, die sich gerne mit Bilder beschäftigen aber selbst nicht fotografieren wollen, wird es auch “Kommentierer”-Accounts geben. Die Regeln gelten natürlich auch für diese Mitglieder. Kommentierer zählen zu den “Nicht-Aktiven Fotografen” und belegen dadurch keinen der 50 Fotografen-Accounts. Allerdings wird die Anzahl der Kommentierer nicht höher als die der Fotografen werden.

>>Zum Fototreff<<

Mail von Candyshop: “Will you be my Valentine?”

Kreativität und Kälte, irgendwie etwas das im Moment bei mir nicht funktioniert, vielleicht würde ein Kamin helfen, aber den haben wir in unserem Haus nicht. Den Kamin gibt es nur in unseren dänischen Feriendomizilen, allerdings gibt es da so viele Motive, dass ich den Kamin nicht brauche um Kreativ zu sein. Aber mein Freund Candyshop der hat sicher einen Kamin, denn sonst würde das, was er mir heute per Mail zukommen lies, gar nicht entstehen können, oder? Doch seht selbst, ich hänge seine Mail mit 3 Bildern mal an meinen Stolpertext (mit seiner Erlaubnis).

Mail von Candyshop:

Anbei ein böses Bildchen.. meiner zarten Leonie…
Hab mich mal ausgetobt. Der HG ist übrigens von Deviant Art. Die bieten da ab und zu mal welche an zum Runterladen, wenn man denn so gnädig ist, die Herkunft mit anzugeben…


Die Entstehung war von Anfang an ein Problem. :-) Wie oder woher Blut bekommen. Oder Kunstblut…
dann fand ich in einem Gothic Portal eine Anleitung zum Selbermachen von Blut. Die Menge völlig egal…
Rote Beete Saft mit Mondamin andicken, bis es die Konsistenz von Blut hat. (Blut ist dicker als Wasser) abkühlen lassen und verwenden. Und je länger das Zeug steht, desto realistischer wird das.  Dann hab ich mir Asche (!), welche innere Eingebung mich da geritten hat, keine Ahnung, aus einem der Öfen von Sabines Schwester entnommen, einen alten Schminkpinsel von Bine, Verbandszeug aus einem abgelaufenen Verbandskasten …
und dann fehlte mir noch ein kleines Utensil, ein Herz… das fand ich dann in einem 1-Euro Shop und los gings.

Leo kam natürlich wieder perfekt gestylt bei mir an, obwohl ich sagte ich mach Dich heute schmutzig. Na gut, dann erst mal wieder ein paar stylische Bilder gemacht und hinterher zum Thema gekommen. Sie hat sich dazu umgezogen, ich hab sie bepinselt mit einer Lösung aus Asche und Wasser, dann verband ich ihr die Handgelenke und zum Schluß die Augen. Füllte Kunstblut in eine Spritze und verteilte die Soße… Anschließend führte ich sie ins Studio. Was mich überraschte: Sie hielt das Ganze kaum eine halbe Stunde aus. Ihr wurde heiß und kalt und am Schlimmsten empfand sie die verbundenen Augen. Aber die Erfahrung fand sie einmalig…

Fluterschen ist überall…

... GEGEN DAS VERGESSEN... ... GEGEN DIE BLINDHEIT... ... GEGEN DIE SEELISCHE GRAUSAMKEIT... ... GEGEN DIE GLEICHGÜLTIGKEIT... ... GEGEN DIE KÄLTE... ... in den Herzen derer...

Die ersten Blicke auf die Bilder im Kameradisplay empfand sie als ziemlich lasch.  Ich auch :-) Aber ich wußte ja wie es weiter ging… ;-) So nahm ich mir dieses Bild mit dem Messer vo und rein damit in PS. Zunächst noch mit meinem StudioHG… und dann per Tonmapping den letzten Schliff verpasst. Mir gefiel das mit dem Studio HG aber nicht so richtig und irgendwie bin ich dann auf der Suche bei Deviant Art gelandet. HG gefunden, Leonie frei gestellt, was ich immer noch nicht so richtig drauf habe und alles zusammen gebastelt. Und als Leonie das gesehen hatte entfuhr ihr nur: Wie abgefahren ist das denn, Goil!

Ich gebe Dir gleich noch  weitere Bilder mit…
da hat mich dann diese abscheuliche Tat in Fluterschen inspiriert…
Wie viele Psychopaten rennen denn noch durch die Gegend.

So… diese Woche wollte ich Dich ja besuchen. Ich denke Mittwoch oder Donnerstag, genaues sag ich dir noch, werde ich, wenn es denn so sein soll, bei Dir aufschlagen…
Ich freue mich darauf…

LG Candyshop

Alte Werke

Nach so viel Fussball mal wieder zurück zu Fotografie. Manchmal will man ja alte Sachen aussortieren, Bilder löschen um Platz auf den Speichermedien zu bekommen. Ich versuche es tatsächlich immer wieder, aber gelingen will mir das nie. Heute sind mir alte Werke aufgefallen, die ich 2008 mal unter dem Nick “FarbevomNegativ” veröffentlicht habe und zu jedem Bild einen Text. Es war zu einer Zeit als ich die Mediziner fast verflucht habe, weil sie mir nicht sagen konnten was mir fehlt und nur im Dunklen rumgestochert haben. Fotografisch keine Meisterwerke, aber es ging mir da wohl mehr um den Text. Hier sind mal ein paar Werke daraus.

Die Nacht

Die Nacht

Wenn der Tag sich niederlegt
die Hektik mit dem Menschen nach Hause geht
ist hier ein Platz für kurze Zeit
der mich von der Angst befreit

Wenn der Mond auf die Gräser scheint
bin ich mit der Natur vereint

für kurze Zeit und doch ruhige Stunden
vor den Augen der Menschen entschwunden.

Leg dich zu mir in sternenklarer Nacht
ruhe in mir, ich halte Wacht
Lerne Leben ohne Schmerzen
im weichen Grass treffen sich die Kleinen Herzen.

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Erinnerungen

Kurventraining 2008 auf dem Heidbergring in Geesthacht

Kurventraining

Der Fotolehrling wünscht ein besinnliches Fest

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und so wie es seit langen ist, neigt man dazu ein Résumé zu ziehen. Es fällt anders aus als in den vielen Jahren vorher, ruhiger und sachlicher. Die Zukunftsplanung, an die man ja auch mit der Erfahrung der Vergangenheit heran geht, sieht diesmal ganz anders aus. Ruhiger, besinnlicher und kürzer.

Lange Zeit lief das Leben rund, mit den “Lebensüblichen” Höhen und Tiefen an die man sich gewöhnt, die man oft auch selbst mit produziert hat, manche bringen Freude, andere passieren mal so und dann gibt es noch den Frust, lebensüblich halt. Doch irgendwann kommt es anders und es wird ein Einschnitt im Leben. Eine Krankheit, die deinen Alltag verändert, die dich einschränkt und zu einem Behinderten macht. Dinge über die man früher nie nachdachte, wie zum Beispiel “Wie verträgt sich ein Rollstuhl und Bahnfahren?” beschäftigen dich, oder “Wie klappt das mit dem fotografieren wenn die Muskeln nicht mehr wollen?”

Es ist ja nicht so das mir Krankheiten fremd sind, schon gar nicht solche Krankheiten die die Muskulatur befallen, denn meine Frau hat schon seit Jahren MS, aber die Sichtweise war bisher eine andere, ich war für sie da, eine Stütze in Situationen, die sie nicht alleine bewältigen konnte. Doch plötzlich, eigentlich aus heiterem Himmel machen meine Muskeln nicht mehr mit, weil das Gehirn meint, das manche Nervenstränge Fremdkörper, Viren sind und gegen diese Nerven kämpft und Stück für Stück siegt das Immunsystem gegen den vermeintlichen Feind. Jeder Sieg bringt aber auch Verlust, Muskeln verlieren die Lust am arbeiten, bilden sich zurück und verkümmern und so wird aus dem Mann der eine Stütze für seine Frau sein will, ein Mann der auch eine Stütze braucht.

Es ist eine Erfahrung die schmerzt, aber mit der man sich arrangiert, Kompromisse eingeht und trotz allen Widrigkeiten zuversichtlich in die Zukunft schaut. Man macht weiter Pläne für die Zukunft, nicht mehr soweit im Voraus und anders als früher aber man plant und zwar so, dass trotz der Handicaps alles ruhig verläuft.

Dann, letzte Woche bekommt meine Frau Augenschmerzen und es dauert nur zwei Stunden bis sie auf dem linken Auge nichts mehr sieht, Krankenhaus, Untersuchungen, stationäre Behandlung. Nach 5 Tagen konnte ich sich wieder abholen, aber dass Auge arbeitet noch nicht wieder, ab morgen geht es weiter zu den Ärzten und aus dem Mann der gerade noch schwächer war, wird wieder der, der stützt.

Vieles bleibt auf der Strecke mit solchen Krankheiten, auch die Menschen um einen herum werden weniger, was viele verständliche Gründe hat. Viele Dinge vermisst man, sogar seine Job der auch auf der Strecke geblieben ist, es wird wohl in Frührente gehen. Aber trotzdem ist trotz Leere, trotz einem “abgespeckten” Leben” noch so viel da, noch so viel das Spass macht.

Zukunft wird nun anders geplant, eigentlich ist die Zukunft nur der nächste Tag und das Leben findet heute statt. Eigentlich ist es dann ja fast zu früh, dass ich allen Lesern, Freunden, Kritikern, Spammern, Malreinschauern ein frohes Weihnachtsfest wünsche und ein Gesundes 2011, aber nur eigentlich.

Achtet auf eure Gesundheit, ohne die wird alles anders anders.

Micha

14 Monate

So schnell

vergehen 14 Monate.

Burn in der “Heidelinde”, Klecken

Gestern Abend waren wir in Klecken. In der Gaststätte “Zur Linde” rockte es mächtig und der frischgebackene Ehemann den ich vor kurzem noch auf seiner Hochzeit fotografisch begleiten durfte, trat dort als Sänger der Band Burn auf. Ich hatte dabei die  Gelegenheit das 50 mm 1.4 mal ausgiebig zu testen.

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