Immer schön fit bleiben

Deutschlands ‪‎#Gesundheitssystem‬ ist so krank, dass ich dagegen kerngesund bin, aber solange man dem kranken Kunden erzählen kann, dass andere Schuld sind ist ja alles ganz einfach.

Eigentlich habe ich keine Rechte um mich um Marinas Angelegenheiten zu kümmern. aber anscheinend die Pflicht sie zu Hause zu pflegen, weil Anträge zwischen den Leistungsträger, Klinik und Reha versemmelt worden sind. Am Mittwoch hat man mir Marina nach Hause gebracht, quasi ein Pflegefall, Pflegestufe II, glücklicherweise mit klarem Kopf. Nur Kurz sollte es sein, auf Abruf zur Reha und nur damit ich mit ihr zum Neurologen fahre und ein Medikament verschreiben lasse.Auch das war schon eine Tortur, erst zum Hausarzt Transportschein holen weil ich sie mit dem Astra nicht transportieren kann. Dann ein Unternehmen finden, dass Zeit und ein Fahrzeug für Rollstuhlbeförderung hat und dann 30 km hin und 30 zurück für einen Augenblick und ein Rezept vom Neurologen

Heute erfahre ich, dass die Anträge falsch gelaufen sind, es muss nochmal alles überprüft werden und kann noch dauern, Man kann das Bett das für heute frei war verständlicherweise nicht lange freihalten und so müssen wir, wenn der Antrag nächste Woche genehmigt ist wohl auf einen Abspringer hoffen um evtl. ein Bett zu bekommen.

Auf Frage an die Krankenkasse, ob ich denn Hilfe bekomme kam wieder nur eine Gegenfrage: “Haben sie denn schon eine Pflegestufe?”
Ich: Nein, das sollte ja auf Reha passieren.
Kasse, dann bekommen sie auch keine Hilfe.
Ich: Ich bin auch nicht gesund und behindert.
Kasse: Da können wir ihnen nicht helfen

So nebenbei bekommt man dann noch gesagt, dass der gelieferte Rollstuhl zurückgegeben werden muss, weil das Lüneburger Unternehmen keinen Vertrag mit der Kasse hat. Die Firma aus Hamburg, die einen Vertrag hat, kann mir aber erst nächste Woche ein Beratungsgespräch anbieten, für einen neuen Rollstuhl, der natürlich erst nach der Beratung geliefert werden kann..

Rentner- und Kranken-Plattmacherland Deutschland

uke 005

Das Leben ist ab und zu ein Fallensteller

Fallensteller

Schlaganfall, jeden Tag bekommt man Informationen darüber, man lernt wie man es erkennt und wie man reagieren soll, allerdings wird man nicht darauf vorbereitet, das Ärzte oder die Arzthelferinnen anders reagieren als man erwartet.

Am Donnerstag hatte meine Lebensgefährtin einen Schlaganfall. Als Laie ist man sich natürlich nicht sicher, kann nur vermuten und bei Marina, die schon durch ihre MS geprägt ist, ist es wohl noch schwerer zu diagnostizieren.

Sie kam mir nachmittags gegen 15:30 Uhr komisch vor, stiller als sonst, die Körperhaltung, besonders der rechte Arm nicht normal, etwas lethargisch, auch die Sprache war leicht verwaschen.

Natürlich denkt man zuerst an einen MS-Schub, aber eine Alarmglocke schrillte.

Ich verfrachtete sie in Auto, ab zum Neurologen, wir waren zwar noch nie bei dem in Adendorf, aber es handelte sich für mich um einen Notfall. Aufnahmestopp war der einzige Kommentar in der Praxis, nicht von den Ärzten sondern von den Empfangsdamen. Ich artikulierte meine Vermutung, meine Angst, dass es ein Schlaganfall sein könnte nochmal und wieder kam nur “Aufnahmestopp!”.

Wir wieder ins Auto, kurz zum Hausarzt der sofort eine Einweisung ins KKH fertig machte.

Natürlich hätte ich anders reagieren können und sofort mit ihr ins Krankenhaus fahren können, aber auch dort, dauert es noch bis sie sicher waren, gerade weil MS ähnliche Symptome mit sich bringt.

Marina ist heute von der Überwachung in ein “normales” Zimmer gelegt worden und wir beginnen den Weg zurück in die Normalität.

Warum ich das schreibe?
Weil wir trotz aller Warnungen immer noch von der Lust und Laune der Empfangsdamen bei Ärzten abhängig sind, weil wir die Symptome noch so gut erkennen können aber wenn die Ärzte vor Ort nicht wollen, sind wir aufgeschmissen.

Daher am besten gleich ins Krankenhaus oder die 112 wählen